Es ist ein kalter Winterabend. Draußen fällt leiser Schnee, und Tom sitzt am Fenster. Am Nachmittag hat er vor dem Haus einen großen Schneemann gebaut. Er hat ihm eine rote Mütze aufgesetzt und ihn „Flocko“ genannt.
Als Tom ins Bett geht, schaut er noch einmal nach draußen. Plötzlich blinzelt Flocko mit seinen Kohleaugen. Tom reibt sich die Augen. Da bewegt sich der Schneemann wirklich und winkt ihm zu. Tom fühlt sich, als würde er träumen.
Leise öffnet er das Fenster. Eine kalte Schneeflocke landet auf seiner Hand und glitzert wie ein kleiner Stern. Flocko flüstert: „Komm, wir machen eine Nacht-Spur!“ Tom zieht schnell seine Jacke über. Gemeinsam stapfen sie durch den frischen Schnee und malen mit ihren Füßen Sterne und Herzen in den Hof.
Am Ende formt Flocko mit Tom zusammen ein großes Schneeherz vor der Haustür. „Für alle, die hier wohnen“, sagt er. Dann wird Flocko wieder still und steht wie ein ganz normaler Schneemann da. Am Morgen sieht Tom das Schneeherz. Er lächelt und weiß: Dieser Winter hat einen geheimen Freund.
Schwierige Wörter
- blinzeln: die Augen kurz auf und zu machen.
- glitzern: kleine Lichter funkeln, wie Schnee in der Sonne.
- stapfen: langsam und schwer durch Schnee oder Matsch gehen.
- Spur: Zeichen im Schnee oder Sand, wo jemand gelaufen ist.
- geheim: etwas, das nicht alle wissen; nur für wenige bestimmt.
Rätsel: Wie würdest du die Geschichte nennen?
Überlege dir einen schönen Titel für die Wintergeschichte. Denk an Tom, den Schneemann und das Schneeherz.
Mal- und Schreibaufgabe
Male auf der Rückseite oder auf einem neuen Blatt:
- dich und deinen eigenen Schneefreund
- ein großes Schneeherz im Schnee
Schreibe dazu drei Wörter, die zu deinem Bild passen (zum Beispiel: „kalt“, „Freund“, „Nacht“):